KI-GLOSSAR
Data Lake / Lakehouse
Data Lake und Lakehouse sind moderne Speicher für alle Arten von Daten — strukturiert wie unstrukturiert. Sie bilden die Grundlage für Analytics, Machine Learning und KI. Das Lakehouse-Konzept kombiniert die Flexibilität eines Data Lake mit der Konsistenz eines Data Warehouse.
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Kernbausteine
Storage, Katalog, Compute, Governance
Plattformen
Fabric, Databricks, Snowflake & Co.
Datenarten
strukturiert, semi- und unstrukturiert
Wochen
bis zum ersten Lakehouse
Warum Data Lakes und Lakehouses relevant sind
Klassische Data Warehouses stoßen an Grenzen: zu langsam bei großen Datenmengen, zu unflexibel für unstrukturierte Daten (Bilder, Logs, Videos), zu teuer für explorative Analysen. Data Lakes und Lakehouses schließen diese Lücke — und werden zur Basis für KI und moderne BI.
Alle Daten an einem Ort
Strukturiert, semi- und unstrukturiert — im gleichen Speicher, nicht in Silos.
Kostengünstig skalierbar
Object Storage ist deutlich günstiger als klassische Warehouse-Datenbanken.
Grundlage für KI
Deep Learning und generative KI brauchen unstrukturierte Daten — der Lake liefert.
Flexible Analysen
SQL, Python, Spark — auf denselben Daten, je nach Anwendungsfall.
Zukunftssicher
Offene Formate wie Delta, Iceberg und Parquet — kein Vendor-Lock-in.
Real-Time-fähig
Streaming und Batch in einer Architektur — moderne Data-Pipelines.
Was ist ein Data Lake / Lakehouse?
Ein Data Lake ist ein zentraler Speicher für große Mengen an Rohdaten — in ihrem ursprünglichen Format. Anders als ein Data Warehouse werden Daten nicht vorab strukturiert, sondern erst bei der Nutzung interpretiert (schema-on-read).
Ein Lakehouse kombiniert die Flexibilität eines Data Lake mit den Struktur- und Konsistenz-Features eines Data Warehouse. Moderne Formate wie Delta Lake, Apache Iceberg oder Apache Hudi machen ACID-Transaktionen und Schema-Evolution im Lake möglich.
Typische Plattformen: Microsoft Fabric (mit OneLake als Lakehouse-Fundament), Databricks (Delta Lakehouse-Konzept), Snowflake (Data Cloud mit Lakehouse-Features) sowie native Cloud-Angebote von AWS (S3 + Glue) und Google (BigQuery + Cloud Storage).
Für den Mittelstand sind Lakehouses die logische Weiterentwicklung des Data Warehouse — flexibler, günstiger und KI-ready. Der Umstieg lohnt sich fast immer.
Kern-Konzepte in Lakehouse-Architekturen
Ein modernes Lakehouse nutzt bewährte Konzepte. Diese acht sind besonders wichtig:
Medaillon-Architektur
Delta Lake
Apache Iceberg
OneLake
Photon / Spark
Unity Catalog
Streaming & Batch
ML & MLOps im Lake
Best Practices für Lakehouse-Projekte
Diese sechs Prinzipien machen den Unterschied:
- Medaillon-Architektur einführen: Bronze/Silver/Gold — klar getrennte Qualitätsstufen.
- Offene Formate wählen: Delta oder Iceberg — Vendor-Lock-in vermeiden.
- Governance früh aufsetzen: Rollen, Rechte und Lineage — nicht nachträglich.
- Streaming einplanen: Auch wenn erst Batch — Streaming-Ready bauen.
- Kostenkontrolle: Compute skalierbar aber ohne Kontrolle wird schnell teuer — Alerts einrichten.
- Data Contracts: Zwischen Datenlieferant und -konsument klare Verträge — Qualität explizit.
Ansatz 1
Data Warehouse
Strukturierte Daten in Datenbank. Optimiert für BI, teurer, weniger flexibel. Für klassisches Reporting.
Klassisch
Ansatz 2
Data Lake
Alle Daten in Object Storage. Günstig und flexibel, aber ohne strukturelle Garantien. Für explorative Analysen.
Flexibel
Ansatz 3
Lakehouse
Best of Both. Delta/Iceberg-Formate mit ACID im Lake. Der moderne Standard für BI + ML.
Standard
Häufige Fehler bei Lakehouse-Projekten
Diese Fallstricke sehen wir häufig:
- Data Swamp: Ohne Governance verwahrlost der Lake — niemand findet oder vertraut den Daten.
- Keine Zonen: Bronze/Silver/Gold nicht getrennt — Rohdaten landen in Reports.
- Klein-teilige Files: Millionen winziger Dateien machen jede Abfrage langsam — Optimize regelmäßig.
- Falsches Format: CSV oder JSON statt Parquet/Delta — schlechte Performance und Kosten.
- Kein Metadaten-Katalog: Ohne Katalog kein Findbarkeitspfad — Nutzung bleibt niedrig.
Data Lake vs. Data Warehouse vs. Lakehouse
Drei Speicher-Ansätze mit klaren Stärken:
- Data Lake: Rohdaten in allen Formaten. Flexibel und günstig — aber ohne strukturelle Garantien.
- Data Warehouse: Strukturierte Daten mit ACID-Garantien. Optimiert für BI-Abfragen — teurer, weniger flexibel.
- Lakehouse: Kombination beider Welten. Flexibilität + Struktur — der moderne Standard.
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Häufige Fragen zu Data Lake & Lakehouse
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Was ist der Unterschied zwischen Data Lake und Lakehouse?
Ein Data Lake speichert alle Daten im Original — ohne strukturelle Garantien. Ein Lakehouse fügt Formate wie Delta oder Iceberg hinzu, die ACID-Transaktionen und Schema-Evolution ermöglichen. Ein Lakehouse ist quasi ein Lake mit Warehouse-Features.
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Welche Plattform ist die richtige für den Mittelstand?
Für Microsoft-nahe Kunden meist Microsoft Fabric. Bei starkem Data-Science-Fokus Databricks. Für breite BI-Fälle oft Snowflake. prodot berät zur passenden Wahl.
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Muss ich mein Data Warehouse abschalten, wenn ich ein Lakehouse baue?
Nein. Meist läuft der Umzug schrittweise. Bestehende Warehouse-Reports bleiben, neue Use Cases starten im Lakehouse. Nach 12–24 Monaten oft konsolidierbar.
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Wie hängt Lakehouse mit Machine Learning zusammen?
Sehr eng. ML-Trainingsdaten liegen direkt im Lake — keine Kopien nötig. Features werden im Lakehouse gepflegt. Databricks und Fabric bieten integriertes MLOps.
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Ist Delta Lake vendor-locked?
Delta ist open source, wird aber stark von Databricks getrieben. Iceberg ist neutraler und wird von Databricks, Snowflake, AWS und mehr unterstützt. Für Multi-Vendor-Setups ist Iceberg oft die bessere Wahl.
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Wie viel kostet ein Lakehouse-Projekt?
Erste produktive Fälle in 8–16 Wochen. Kosten variieren stark je nach Plattform und Volumen. Ein Kick-off ist typischerweise 30.000–100.000 EUR — die Erstanalyse machen wir kostenfrei.
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Wie hängt Lakehouse mit Data Governance zusammen?
Ohne Data Governance wird jeder Lake zum Data Swamp. Governance ist Voraussetzung für erfolgreichen Lakehouse-Betrieb.
Lakehouse für Ihre Daten & KI
In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihre Datenlandschaft an und identifizieren, ob und wie ein Lakehouse Ihnen den größten Nutzen bringt — inklusive Plattform-Empfehlung.
Als Daten- und KI-Partner für den Mittelstand bauen wir Ihr Lakehouse pragmatisch auf — Fabric, Databricks oder Snowflake — mit Fokus auf Business-Nutzen.
Was wir dazu anbieten
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- Data Warehouse im Glossar — der klassische Vorgänger im Vergleich.