KI-GLOSSAR

EU AI Act

Die weltweit erste umfassende KI-Regulierung. Was der EU AI Act für Ihr Unternehmen bedeutet, welche Fristen gelten und wie Sie KI-Systeme jetzt schon konform aufsetzen.

 

80+ KI-Experten 25+ Jahre Technologie-Expertise ISO-zertifiziert Made in Germany

4

Risiko-
klassen

im EU AI Act unterschieden

24

Monate
bis zur vollen Anwendung ab 2027

35

Millionen €
maximale Bußgelder bei Verstößen

8

Pflicht-
bausteine

für Hochrisiko-KI

Warum der EU AI Act für Unternehmen relevant ist

Der EU AI Act ist seit August 2024 in Kraft und wird bis 2027 stufenweise anwendbar. Wer KI im Unternehmen einsetzt — sei es als Anbieter oder als Betreiber — muss ab bestimmten Fristen konkrete Pflichten erfüllen. Die frühzeitige Auseinandersetzung ist Pflicht, nicht Kür.

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Rechtssicherheit

Klare Anforderungen erlauben KI-Investitionen mit planbarem Risiko. Ohne AI-Act-Compliance drohen Nachbesserung oder Stopp.

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Wettbewerbsvorteil

Wer AI-Act-konforme Prozesse hat, kann in regulierten Branchen (Finanzen, Medizin, Öffentlicher Sektor) Aufträge gewinnen.

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Vertrauen bei Kunden

Transparente KI-Nutzung stärkt das Vertrauen von B2B-Kunden und Endverbraucher:innen — und wird zunehmend erwartet.

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Hohe Bußgelder

Verstöße gegen den EU AI Act können mit bis zu 35 Mio. € oder 7 % des Weltjahresumsatzes geahndet werden.

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DSGVO-Anschluss

Der EU AI Act ergänzt die DSGVO um KI-spezifische Anforderungen. Vieles baut auf bestehenden Prozessen auf — mit deutlich mehr Tiefe.

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Nachvollziehbare KI

Dokumentations- und Transparenzpflichten führen zu besseren, robusteren KI-Systemen. Compliance und Qualität gehen Hand in Hand.

Was ist der EU AI Act?

Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) ist die erste umfassende Regulierung Künstlicher Intelligenz weltweit. Er wurde im August 2024 in Kraft gesetzt und wird bis 2027 stufenweise voll anwendbar. Ziel: Sicherheit, Grundrechte und Vertrauen bei KI-Anwendungen in der EU.

Der Ansatz ist risikobasiert: KI-Systeme werden in vier Klassen eingeteilt — von unannehmbares Risiko (verboten) über Hochrisiko-KI (strenge Auflagen) bis Transparenzpflichten und minimales Risiko (frei nutzbar).

Der EU AI Act gilt sowohl für Anbieter (die KI-Systeme entwickeln oder in Verkehr bringen) als auch für Betreiber (die KI in ihrem Unternehmen einsetzen). Für Mittelständler heißt das: Fast jedes Unternehmen ist betroffen, sobald es KI produktiv nutzt.

Wichtig: Der EU AI Act ersetzt nicht die DSGVO. Er ergänzt sie um KI-spezifische Anforderungen wie Trainingsdaten-Governance, Risikoanalyse, Monitoring und Transparenz gegenüber Nutzer:innen.

prodot EU AI Act Beratung

Pflichten für Hochrisiko-KI im Überblick

Fällt Ihre KI-Anwendung in die Hochrisiko-Klasse, gilt ein umfangreicher Pflichtenkatalog. Diese acht Bausteine müssen Sie nachweisen können:

Risikomanagement

Systematische Bewertung und Behandlung von Risiken über den gesamten Lebenszyklus des KI-Systems.

Datenqualität

Trainings-, Validierungs- und Testdaten müssen relevant, repräsentativ und weitgehend fehlerfrei sein.

Technische Dokumentation

Detaillierte Doku zu Architektur, Trainingsdaten, Metriken und Sicherheitsmaßnahmen — jederzeit prüfbar.

Aufzeichnungspflicht

Logging automatischer Ereignisse und Nutzung, damit Nachvollziehbarkeit über Jahre gewährleistet ist.

Transparenzpflichten

Klare Angaben für Nutzer:innen: Zweck, Grenzen und Risiken des KI-Systems verständlich kommunizieren.

Menschliche Aufsicht

Human Oversight muss möglich sein — mit klaren Verantwortlichkeiten und Interventionsmöglichkeiten.

Genauigkeit & Robustheit

Nachweisbare Leistung, Cybersicherheit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Angriffen und Fehlern.

Konformitätsbewertung

Formale Bewertung der Konformität, CE-Kennzeichnung und Eintrag in die EU-Datenbank vor Marktzugang.

Best Practices für die AI-Act-Umsetzung

Aus prodot-Projekten zur AI-Act-Vorbereitung haben sich sechs Prinzipien bewährt, die den Unterschied zwischen Panik und Plan machen:

  • Bestand aufnehmen: Erst wissen, welche KI-Systeme im Einsatz sind — inkl. „Schatten-KI" wie ChatGPT-Nutzung in Teams.
  • Risiko klassifizieren: Für jedes System die AI-Act-Klasse bestimmen — Hochrisiko oder Transparenzpflicht?
  • Governance aufsetzen: Rollen, Freigaben und Verantwortlichkeiten dokumentieren — verzahnt mit DSGVO und IT-Compliance.
  • AI Literacy schulen: Mitarbeitende, die KI nutzen, müssen den Umgang verstehen — ab Februar 2025 Pflicht.
  • Monitoring einrichten: Halluzinationen, Bias und Drift kontinuierlich messen und dokumentieren.
  • Neuer Vendoren-Standard: Bei KI-Zukäufen AI-Act-Konformität vertraglich einfordern.
prodot AI Act Best Practices
Klasse 1

Unannehmbares Risiko

Vollständig verboten: Social Scoring, unterschwellige Beeinflussung, Emotionserkennung am Arbeitsplatz.

Verboten

Klasse 2

Hochrisiko-KI

Strenge Auflagen: HR-Auswahl, Kreditscoring, kritische Infrastruktur, Bildung, Justiz, Medizinprodukte.

Konformitätsbewertung

Klasse 3

Transparenzpflicht

KI muss kenntlich gemacht werden: Chatbots, Deepfakes, KI-generierte Inhalte in Medien.

Kennzeichnung

Häufige Fehler bei der AI-Act-Vorbereitung

In vielen Unternehmen laufen die AI-Act-Vorbereitungen erst an. Diese Fehler sehen wir immer wieder — und sie sind vermeidbar:

  • Zu spät starten: Wer bis August 2026 wartet, hat keine Zeit mehr für saubere Prozesse — insbesondere bei Hochrisiko-KI.
  • Schatten-KI ignorieren: Individuelle ChatGPT-Nutzung durch Mitarbeitende ist Teil des AI Acts — wird aber selten erfasst.
  • Nur IT-Thema: Der EU AI Act ist Compliance-, HR-, Legal- und Business-Thema — nicht nur IT.
  • Keine Klassifizierung: Wer nicht weiß, ob ein System Hochrisiko ist, kann Pflichten nicht erfüllen.
  • DSGVO vergessen: AI Act und DSGVO greifen ineinander — separate Silos führen zu doppelter Arbeit und Lücken.

EU AI Act vs. DSGVO vs. ISO 42001

Drei Regelwerke — die alle zusammen den Compliance-Rahmen für KI in Europa bilden:

  • EU AI Act: Regulatorisch, verpflichtend. Fokus: Sicherheit und Grundrechte von KI-Systemen.
  • DSGVO: Regulatorisch, verpflichtend. Fokus: Schutz personenbezogener Daten — greift zusätzlich zum AI Act.
  • ISO 42001: Freiwillige Zertifizierung. Managementsystem-Norm für KI — hilfreich als Nachweis-Rahmen für AI-Act-Konformität.
prodot AI Act häufige Fehler

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Katja Kammilla als Ansprechpartner für KI-Beratung

Ihre Ansprechpartnerin

Katja Kammilla
0203 3965080

Häufige Fragen zu EU AI Act

EU AI Act: Jetzt Weichen stellen

In einem kostenlosen Erstgespräch ordnen wir gemeinsam ein, wie stark Ihr Unternehmen vom EU AI Act betroffen ist — und wo die dringendsten Handlungsfelder liegen.

Als KI-Partner für den Mittelstand begleiten wir Sie von der Bestandsaufnahme über die Klassifizierung bis zum konformen Betrieb Ihrer KI-Systeme.

Was wir dazu anbieten

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