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Microsoft Fabric vs. Azure Synapse: Was ist der Unterschied?

Microsoft Fabric vs. Azure Synapse: Was ist der Unterschied?
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Unternehmen, die sich mit Lösungen rund um Datenarchitektur und Business Intelligence im Microsoft-Ökosystem beschäftigen, stoßen früher oder später auf dieselbe Frage: Microsoft Fabric vs. Azure Synapse Analytics – was ist das Richtige für uns? Beide Plattformen versprechen skalierbare Datenanalyse. Und doch unterscheiden sie sich fundamental in ihrer Philosophie, Architektur und ihrem Einsatzgebiet.

In diesem Beitrag erklären wir die zentralen Unterschiede zwischen Microsoft Fabric und Azure Synapse Analytics, zeigen auf, für wen welche Lösung geeignet ist – und wie prodot Sie bei der richtigen Entscheidung unterstützt.

Was ist Microsoft Fabric?

Microsoft Fabric ist eine cloudbasierte Analyseplattform, die als Software-as-a-Service (SaaS) bereitgestellt wird. Sie vereint unter einem Dach:

  • Data Engineering: Pipelines, Spark-basierte Transformationen
  • Data Warehousing: SQL-basiertes Warehouse mit hoher Performance
  • Data Science: ML-Experimente und Modelltraining
  • Real-Time Analytics: Streaming-Daten mit KQL (Kusto Query Language)
  • Business Intelligence: Power BI als natives Reporting-Layer
  • Data Factory: Datenbewegung und Orchestrierung
  • Synapse SQL: Dedizierte und serverlose SQL-Pools für unterschiedliche Workloads
  • Synapse Spark: Apache Spark für Big-Data-Verarbeitung und ML
  • Synapse Pipelines: Auf Azure Data Factory basierende Orchestrierung
  • Synapse Link: Near-Realtime-Integration mit Cosmos DB, Dataverse u. a.
  • Azure Machine Learning: Externe Anbindung für fortgeschrittene ML-Workflows

Das Herzstück von Fabric ist OneLake – ein zentraler, einheitlicher Data Lake, auf den alle Komponenten der Plattform zugreifen. Dateien werden in offenen Formaten wie Delta Lake und Apache Iceberg gespeichert, was Vendor-Lock-in minimiert und Interoperabilität maximiert.

Besonders relevant für den Unternehmenseinsatz: Microsoft Copilot ist tief in Fabric integriert und ermöglicht KI-gestützte Analysen, Code-Generierung und natürlichsprachliche Datenabfragen direkt in der Plattform.

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Was ist Azure Synapse Analytics?

Azure Synapse Analytics ist seit 2020 allgemein verfügbar und positioniert sich als Platform-as-a-Service (PaaS)-Lösung für Enterprise-Datenintegration und -analyse. Synapse bringt folgende Kernfähigkeiten mit:

  • Synapse SQL: Dedizierte und serverlose SQL-Pools für unterschiedliche Workloads
  • Synapse Spark: Apache Spark für Big-Data-Verarbeitung und ML
  • Synapse Pipelines: Auf Azure Data Factory basierende Orchestrierung
  • Synapse Link: Near-Realtime-Integration mit Cosmos DB, Dataverse u. a.
  • Azure Machine Learning: Externe Anbindung für fortgeschrittene ML-Workflows

Der Datenspeicher bei Synapse ist flexibel konfigurierbar – typischerweise Azure Data Lake Storage Gen2 (ADLS Gen2). Die Plattform richtet sich primär an erfahrene Data Engineers und Architekten, die volle Kontrolle über ihre Infrastruktur benötigen.

Microsoft Fabric vs. Azure Synapse: Der direkte Vergleich

 

Kategorie

Microsoft Fabric

Azure Synapse Analytics

Typ

Unified SaaS-Plattform

PaaS-Dienst / Arbeitsbereich

Zielgruppe

Unternehmen aller Größen

Data Engineers & Architekten

Datenspeicher

OneLake (zentrales Data Lake)

ADLS Gen2 (konfigurierbar)

KI-Integration

Copilot tief integriert

Azure ML-Anbindung extern

Lizenzmodell

Kapazitätsbasiert (F-SKUs)

Ressourcenbasiert (DWUs, vCores)

Benutzerfreundlichkeit

Hoch – Low-Code/No-Code

Mittel – technischer Einstieg

Open-Source-Formate

Delta Lake, Parquet, Apache Iceberg

Parquet, Delta Lake

Governance

Microsoft Purview integriert

Purview-Anbindung möglich

Verfügbarkeit

GA seit November 2023

GA seit 2020

 

Die 5 wichtigsten Unterschiede im Detail

1. SaaS vs. PaaS – die fundamentale Architekturphilosophie

Microsoft Fabric ist als vollständig verwalteter SaaS-Dienst konzipiert. Das bedeutet: Microsoft übernimmt Infrastruktur, Updates und Kapazitätsmanagement. Für Unternehmen ohne dediziertes Cloud-Infrastrukturteam ist das ein entscheidender Vorteil – die Plattform ist sofort einsatzbereit, ohne aufwändige Konfiguration.

Azure Synapse hingegen ist ein PaaS-Angebot: Unternehmen haben volle Kontrolle über Ressourcen, Skalierung und Konfiguration. Das ermöglicht hochgranulare Kostenoptimierung und Anpassung, erfordert aber entsprechendes technisches Know-how und mehr Betriebsaufwand.

2. OneLake vs. ADLS Gen2 – Datenhaltung und Speicherarchitektur

Eines der differenziertesten Merkmale ist der Umgang mit Datenspeicherung. Fabric führt OneLake ein – einen einzigen, logisch vereinheitlichten Data Lake für die gesamte Organisation. Jede Abteilung, jedes Team nutzt denselben Datenspeicher, was Data Silos strukturell auflöst.

Azure Synapse ist flexibler bei der Speicherkonfiguration, aber auch komplexer: Unternehmen müssen ihren eigenen ADLS Gen2-Account konfigurieren und verwalten. In heterogenen Umgebungen kann das ein Vorteil sein – in homogenen Umgebungen ist es oft nur zusätzliche Komplexität.

3. KI- und Copilot-Integration

Microsoft Fabric ist von Grund auf für das KI-Zeitalter gebaut. Microsoft Copilot ist nativ eingebettet und unterstützt Anwender dabei, Daten in natürlicher Sprache abzufragen, SQL-Code zu generieren oder Datenflüsse zu beschreiben. Das senkt die Einstiegshürde für Business-Anwender erheblich.

In Azure Synapse ist KI primär über externe Dienste wie Azure Machine Learning oder Azure OpenAI Service zugänglich. Die Integration ist möglich, aber nicht nahtlos – und erfordert separate Konfiguration und Berechtigungsverwaltung.

4. Benutzerfreundlichkeit und Zielgruppe

Fabric richtet sich bewusst an eine breite Zielgruppe: vom Data Scientist bis zum Business Analysten. Die einheitliche Oberfläche, das Workspace-Konzept und Low-Code-Funktionen machen den Einstieg deutlich einfacher.

Azure Synapse setzt mehr technisches Vorwissen voraus. Die Stärken liegen in der Flexibilität und Tiefe – für spezialisierte Datenteams, die maßgeschneiderte Lösungen benötigen, ist das ein Vorteil.

5. Lizenzierung und Kostenmodell

Fabric verwendet ein kapazitätsbasiertes Modell (sogenannte F-SKUs). Unternehmen kaufen oder buchen Fabric Capacity – alle Dienste der Plattform werden darüber abgerechnet. Das vereinfacht Kostenplanung und -kontrolle erheblich.

Azure Synapse rechnet ressourcenbasiert ab: Dedicated SQL Pools über DWUs, Spark über vCores, Pipelines über Aktivitätsausführungen. Für erfahrene Teams bietet das Optimierungspotenzial – für andere führt es schnell zu unerwarteten Kosten.

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Fabric vs. Azure Synapse: Wann sollten Unternehmen welche Plattform wählen?

Microsoft Fabric ist die bessere Wahl, wenn…

  • … ein zentrales, einheitliches Daten- und Analytics-Ökosystem aufgebaut werden soll
  • … eine enge Power BI-Integration gewünscht wird
  • … die Nutzung von KI-Funktionen (Copilot) im Data-Bereich geplant ist
  • … geringe Infrastrukturkomplexität und schnelle Time-to-Value wichtig sind
  • … Teams aus verschiedenen Fachbereichen gemeinsam auf Daten zugreifen sollen
  • … das Unternehmen auf ein modernes, zukunftsorientiertes Microsoft-Stack setzt

Azure Synapse ist die bessere Wahl, wenn…

  • … hochkomplexe, maßgeschneiderte Datenarchitekturen benötigt werden
  • … bestehende Azure-Infrastruktur (ADLS, ADF, Azure ML) bereits vorhanden ist
  • … granulare Kontrolle über Compute-Ressourcen und Kosten erforderlich ist
  • … spezifische Compliance- oder Datenlokalisierungsanforderungen bestehen
  • … das Team über tiefes technisches Know-how in der Azure-Welt verfügt
  • … Synapse Link für Cosmos DB oder Dataverse-Szenarien benötigt wird

🔍 Hinweis zur Roadmap

Microsoft hat offiziell angekündigt, Azure Synapse Analytics in Richtung Microsoft Fabric weiterzuentwickeln. Viele Synapse-Funktionen werden schrittweise in Fabric überführt. Für neue Projekte empfiehlt Microsoft bereits heute den Einstieg über Microsoft Fabric.

 

Können Microsoft Fabric und Azure Synapse gleichzeitig genutzt werden?

Ja – und in der Praxis ist das für viele Unternehmen eine realistische Übergangsphase. Bestehende Synapse-Workloads lassen sich schrittweise nach Fabric migrieren, während neue Projekte von Anfang an auf Fabric aufgesetzt werden. Microsoft stellt Migrationsleitfäden und Tools bereit, die diesen Übergang erleichtern.

Entscheidend ist dabei eine strukturierte Migrationsstrategie: Welche Workloads lassen sich unmittelbar migrieren? Wo gibt es technische oder fachliche Abhängigkeiten? Wo entstehen kurzfristig Doppelkosten? Diese Fragen sollten vor dem Start geklärt sein.

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Fazit: Microsoft Fabric als strategische Plattform der Zukunft

Microsoft Fabric ist nicht einfach ein Upgrade von Azure Synapse – es ist ein Paradigmenwechsel in der Art, wie Unternehmen mit Daten arbeiten. Die Vereinheitlichung von Datenspeicherung, Analytics, KI und Reporting in einer einzigen SaaS-Plattform beseitigt strukturelle Silos und senkt die Total Cost of Ownership spürbar.

Azure Synapse bleibt für technisch anspruchsvolle Szenarios und bestehende Architekturen weiterhin relevant – ist aber mittelfristig als Teil einer Fabric-Strategie zu betrachten, nicht als Alternative dazu.

Für Unternehmen, die heute in ihre Datenstrategie investieren, ist Microsoft Fabric die zukunftssichere Wahl.


Sie möchten wissen, ob Microsoft Fabric oder Azure Synapse Analytics die richtige Wahl für Ihre Datenstrategie ist — und wie ein konkreter Einstieg aussieht? Sprechen Sie uns an. Wir schauen gemeinsam hin.

Sie haben Fragen?
Wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

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